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Orte und Landschaften, in denen meine Vorfahren zu Hause waren
Die Familie meiner Großmutter hat Wurzeln in Züllichau in Brandenburg (heute Sulechow in Polen), Skampe, Neumark in Brandenburg, heute Skape in Polen, Harpersdorf in Schlesien (heute Rochow in Polen), Armenruh, Kreis Goldberg–Haynau in Schlesien, Gut Taschenhof bei Harpersdorf, Mondsee und Goisern bei Bad Ischl in Österreich, Düsseldorf, Atteln, Essen Carnap und anderen Orten Westfalens. Es sind Orte, in denen sie geboren wurden, lebten und starben, in denen sie glücklich und unglücklich waren; Orte, die sie verließen, weil sie dort keine Existenz fanden oder weil sie ihnen zu eng waren; Orte, von denen unsere Familie im Laufe der Jahrhunderte geprägt wurde und in denen sie hier und da Spuren hinterlassen hat. Meine Vorfahren, die von Diepholz nach Arnheim zogen, gehörten vielleicht zu den sogenannten Hollandgängern. Der beigefügte Text zeigt, wie hart das Leben dieser Menschen war. "Etwas von der Traurigkeit und Heimatlosigkeit ihrer Väter liegt über ihnen, die auswanderten, ein Leben verließen, um in den schwarzen, schwankenden Landen Neues zu begründen, von dem sie nicht wußten, wie es enden sollte [...] Im Frühling, wenn das Torfmachen beginnt, erheben sie sich mit dem Hellwerden und bringen den ganzen Tag, von Nässe triefend, durch das Mimikry ihrer schwarzen, schlammigen Kleidung dem Moore angepaßt, in der Torfgrube zu, aus der sie die bleischwere Moorerde emporschaufeln. Im Sommer, während sie mit den Heu- oder Getreideernten beschäftigt sind, trocknet der fertig bereitete Torf, den sie im Herbst auf Kähnen und Wagen in die Stadt fahren. Auf dem schwarzen Wasser des Kanals wartet beladen das Boot, und dann fahren sie ernst wie mit Särgen auf den Morgen und auf die Stadt zu, die beide nicht kommen wollen." [Rainer Maria Rilke] |
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