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Eine kurze Familiengeschichte
Familie Lehnkering
Meine Vorfahren väterlicherseits lebten in der Moorlandschaft Nord-Westdeutschlands, in Holland, am linken Niederrhein und im Ruhrgebiet. Die Orte hießen Diepholz, Arnheim, Duisburg, Ruhrort, Oberhausen, Sterkrade, Mülheim an der Ruhr, Neukirchen, Rayen und Rheurdt. Ursprünglich stammt die Familie Lehnkering aus Diepholz und Willenberg bei Bremen (heute Niedersachsen). Zu der Zeit, als meine Vorfahren in Diepholz lebten, gehörte die Stadt zunächst zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, später zum Königreich Hannover, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Die Lehnkerings gehörten zu den alten Ackerbürger- und Handwerkerfamilien, die dort jahrhundertelang ihren Wohnsitz hatten. Die ersten Namensträger können schon vor 1600 nachgewiesen werden. Einige Vorfahren wanderten im 19. Jahrhundert (vielleicht als sogenannte Hollandgänger) nach Holland aus und gründeten dort Familien, deren Nachkommen noch heute in den Niederlanden leben. Mein direkter Vorfahre Carl Wilhelm Lehnkering, der 1789 in Diepholz geboren wurde, verließ 1813 oder 1814 Diepholz Richtung Arnheim und starb in Duisburg-Ruhrort. Seine Söhne Carl-Wilhelm Lehnkering* (1822-1872) und mein direkter Vorfahre Heinrich Lehnkering (1825-1866) wurden beide in Arnheim/Holland geboren und gründeten Familien im Ruhrgebiet. *1872 gründete Carl Lehnkering in Duisburg eine Spedition und Reederei. Er gehörte zu jenen Gründerpersönlichkeiten, die durch ihre Initiative den Innenhafen von Duisburg zum "Brotkorb des Ruhrgebietes" haben werden lassen. Die Geschichte der Diepholzer Familie Lehnkering ist
auch in der 1979
erschienenen Festschrift zum 125-jährigen Firmenjubiläum nachzulesen.
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| Chronologie der Familiengeschichte bis Ende des 19. Jahrhunderts | |
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16. Jahrhundert | |
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Bis etwa 1600 sind nur einzelne Nachweise vorhanden, die aus den verschiedensten Quellen stammen. | |
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1527 |
1527 gibt es den Ratsherrn Harteke Lenckerinck |
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1535 |
1535 ist Bernd Lhenekerinck, der als Ratsherr und Kirchengeschworener beim Verkauf eines Kirchengrundstücks zugegen. |
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1550 |
1550 vergibt Graf Rudolf von Diepholz eine Wiese am Huntebruch an Heinrich Leneker. |
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1570 |
1570 sind zwei Wiesenbesitzer erwähnt, Bartold Lenckering und Hinrich Lenekringh. |
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1578 |
Joist Leneker ist 1587 im Kornregister aufgeführt. |
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1591 |
Gerd Leneker(ing), warscheinlich 1540 geboren, war 1591 Ratsherr, 1594 und 1607 Bürgermeister. |
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1594 |
Johann Lenekring ist 1594 am Tage Palmarum Zeuge beim Verkauf eines Grundstücks "de Riede". Er war ein Sohn des oben erwähnten Bartold und hat vor 1600 geheiratet. Mit Frau und Sohn ist er im Kirchenbuch erwähnt. |
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1598 |
Schon vor 1600 lebt ein Heinrich (I)
Lehnkering und seine Frau Catrina in Diepholz.
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17. Jahrhundert | |
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Zu Anfang des 17. Jahrhunderts gibt es wahrscheinlich drei Familien Lehnkering in Diepholz. | |
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1617 |
Zu jener Zeit hat auch Wobbecke Lenekerinck gelebt, deren Grabplatte noch vorhanden ist: "An 1617 den 24 Mai ist de ehrbar und vil tugendsame Wobbecke Lenekerinck, Alert Boningh eheliche Hausfrau ... weselich in Got den Heren entslapen" |
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1626 |
Johann Lenekring (Sohn des oben erwähnten Johann Lenekring) heiratet 1626 Anna thor Waje, die bereits 1628 an der Pest stirbt. |
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1627 |
Heinrich (II) Lehnkering (1598 - 1662) heiratet 1627 Catrina (Trineke) Koop (1604-1676). Auf Heinrich und seine Frau Catrina Koop baut der Stammbaum meiner Familie lückenlos auf. |
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1629 |
Heinrichs Schwester Aleke Lehnkering (Tocher von Heinrich (I) und seiner Frau Catrina) heiratet 1629 Johann Schütte. |
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1629 1631 |
Aus der Ehe von Heinrich (II) Lehnkering und seiner Frau Catrina sind zwei Kinder erwähnt: 1629 wird eine Tochter getauft (ohne Namenseintrag) 1631 wird die Tochter Trineke geboren. |
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1654 |
1654 wohnen Heinrich (II) Lehnkering und seine Frau auf dem Willenberg. |
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1663 |
1663 heiratet Trineke Lehnkering Cord Fois auf der Masch, der seit seiner Heirat stets Cord Lehnkering auf der Masch heißt. Er wird 1688 begraben. |
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1665 |
Aus dieser Ehe sind vier Kinder bekannt: Heinrich (III) Lehnkering (1665-1743), Catrina Margret (*1671), Margret Liesabeth, (*1675) und Dietrich (*1679). |
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1684 |
Cordt Lehnkering hat einen Kamp unweit Hemtewede |
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1699 |
Heinrich (III) Lehnkering ist Ackerbürger auf dem Willenberg. Er heiratet 1699 Margreta Israel. Aus der Ehe gehen sieben Kinder hervor. |
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18. Jahrhundert | |
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1704 1710 1735 |
Unter den sieben Kindern des Heinrich (III) Lehnkering und seiner Frau Margeta
Israel sind: Johann Wilhelm (1710-1759), Urgroßvater des Diepholzer Firmengründers Cordt (Heinrich) Hinrich (1699-1761)), 1735 unter den Interessenten der Willenberger Masch verzeichnet |
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1740 |
Johann Wilhelm Lehnkering (1710-1759) heiratet 1740 Margarethe Koop und übernimmt die große Koopsche Bürgerstelle Willenberg 8. Später bekommt sein Sohn Dietrich Bernhard L. die Hofstelle Willenberg 11 hinzu. |
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1798 |
1798 erwirbt Johann Wilhelm Lehnkering (1744-1820), Sohn des Johann Dietrich L., die Hofstelle Willenberg 10. |
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19. Jahrhundert |
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1814 |
Johann Wilhelms Sohn Carl Wilhelm Lehnkering (*1789), mein direkter Vorfahre, wandert ca. 1814 wandert nach Arnheim (Holland) aus und später nach Duisburg-Ruhrort. Er und seine Frau Ida Johanna Vielhaber gründen den Zweig der Familie Lehnkering, der im Ruhrgebiet ansässig wird. |
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1854 |
Christian Friedrich L. (1784-1824)
gründet die Firma Lehnkering in Diepholz. |
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1872 |
Carl Wilhelm Lehnkering (geb. 1822 in Arnheim) gründet
die Spedition und Reederei Lehnkering in
Duisburg-Ruhrort. |
| Die Bedeutung des Namens Lehnkering lt. Prof. Udolph | |
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Der Familienname Lehnkering ist sehr selten. Er stammt eindeutig aus dem Nordwesten Deutschlands (Raum Diepholz). Die Schreibweise des Familiennamens Lehnkering variierte im Laufe der Jahrhunderte. Es gab die Formen: Leickering, Lenckerinck, Lhenekerinck, Lenekerinck, Leneker, Lenckering, Lenekringh, Lenekering, Lenekring, Leenkering, Lenkering, Länkering.
Prof.
Udolph erklärt den Namen folgendermaßen: Ein Lehnkering ist also ein Sohn oder Nachkomme des Lanker oder Lenker. |
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